
Baulexikon
Zum fugenlosen Zusammensetzen von Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Holz, Deckenplatten). Die Feder - eine schmale Leiste - wird in die Nut - eine rechteckige, rillenförmige Vertiefung - eingeschoben. Bei Ziegeln und anderen Mauersteinen: Nut- und Federprofilierung zur mörtelfreien Stoßfugen-Verarbeitung. Die "Feder" (Vorsprung) passt genau in die "Nut" (Vertiefung) des anderen Mauersteines (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein...) und gewährt eine kraftschlüssige Verbindung in der horizontalen Linie. Die Lagerfugen werden immer vermörtelt bzw. verklebt! Die Nut- und Feder-Verarbeitung ist heute bei nahezu allen modernen Mauerstein-Systemen üblich. Man spart eine Menge Mörtel, verringert die Baufeuchte (durch weniger Wasser bei der Verarbeitung des Mauerwerks) und die Verarbeitung geht insgesamt leichter und rationeller. Holz: Bei der fugenlosen Verbindung von Holzbauteilen angewandtes Prinzip. In den ausgesparten Schlitz, die Nut, greift die angefräste Feder (der Vorsprung) des folgenden Holzbauteils.
