
Baufinanzierungslexikon
Eine Faustregel besagt, daß besonders Selbstnutzer über 20% des Anschaffungswertes als Eigenkapital verfügen sollten. Eigenkapital hat dabei eine doppelt positive Wirkung. Läßt man die entgangenen Zinsen außer Acht, so ist Eigenkapital kostenfrei und belastet in der schwierigen Anfangsphase nicht die Liquidität. Auch von Zinsänderungen können Eigenkapitalanteile nicht betroffen sein. Andererseits kann fehlendes Eigenkapital einen Immobilienwunsch verhindern oder zumindest deutlich verteuern. Denn bereits ab einem Finanzierungsgrad von circa 50% reicht die Immobilie als alleinige Sicherheit nicht mehr aus. Die persönliche Bonität wird bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit mit in Betracht gezogen. Zudem läßt sich das finanzierende Institut das höhere Risiko einer weitergehenden Finanzierung natürlich bezahlen: Der Zins steigt mit steigendem Finanzierungsgrad.
