
Baufinanzierungslexikon
Diese Effektivzinsmethode wurde zunächst von der Vereinigung der
internationalen Rentenpapierhändler (AIBD) eingeführt und entspricht im
wesentlichen der in der Investitionsrechnung üblichen Methode des
internen Zinsfusses. Inzwischen firmiert diese Vereinigung als
International Securities and Market Association, so daß die Methode
heute besser als ISMA-Methode bezeichnet wird.
Zur
Bestimmung des Effektivzinses nach ISMA wird ein Vergleichskonto
erstellt, das jedoch nach anderen Regeln als das Vergleichskonto zur
Bestimmung des Effektivzinses nach PAngV geführt wird. Dazu gehört die
taggenaue Verzinsung. Wie beim Effektivzinssatz nach der
Preisangabenverordnung wird ein Zinssatz gesucht, bei dem sich die
gleiche Restschuld ergibt wie nach der vereinbarten
Kontoführungsmethode im Nominalkonto.
Möglicherweise wird genau
diese Methode von der Europäischen Union zum Standard für
Effektivzinsangaben für Verbraucherkredite gewählt. Allerdings soll
statt nach der 30/360-Tage-Methode nach echten Tagen gerechnet werden.
Die abschließende Entscheidung ist noch nicht gefallen, wegen des
enormen Umstellungsaufwandes ist auch mit einer mehrjährigen
Übergangszeit zu rechnen.
